ie Ausbildung zum Ritter:

Im Hause Bärngrimm ist es Sitte und seit alters her Tradition, daß zumindest ein Nachkomme eines Ehepaars meistens aber zwei oder gar dreie, die schwere, aber edle Ausbildung zum Ritter beginnen. Hier soll erwähnt werden, das selbstverständlich auch dem geneigten Weibsvolke der Weg zur Rittfrau offen steht und gerade das Haus Bärngrimm in der Geschichte Londriens die wohl tapfersten und fähigsten hervorgebracht hat. Gewarnt sei der Fremde hier ausdrücklich vor einer "zornigen Bine", wie eine in Wut geratene, Zweihandschwert schwingende Bärngrimm'sche Rittfrau traditionell genannt wird.
In der Regel erlernt der zukünftige Ritter zunächst einen "anständigen" Beruf, welcher ihm ein Auskommen in schlechten oder besser Friedenszeiten sichern soll. Dies erklärt das durchweg höhere Alter der Knappen des Hauses im Vergleich zu anderen Reichen, in denen die Ausbildung zum Ritter bereits mit sieben Lenzen beginnt.
Anschließend wird der Jüngling zunächst zum Pagen einer Dame berufen. In ihrer Obhut lernt er in den ersten Jahren das Lesen sowie Schreiben, den Umgangston mit höheren Herrschaften und nicht zuletzt die Manieren bei Tische. Freilich sehen diese im Firstentum, wo in sechs von sieben Tagen Eintopf serviert und mit dem Gesinde an einem Tische gegessen wird anders aus als am Königshofe.
Als nächstes schickt der Vater des Knaben diesen meist zu einem befreundeten Ritter in die Knappschaft. In den ersten Jahren lernt der Knappe die Ausrüstung seines Herren bis ins kleinste Detail kennen, indem er sie reinigt, pflegt oder er dem Ritter beim Ankleiden hilft. Dazu wird er im Umgang mit Einhandwaffen, Bogen und Bidenhänder unterwiesen. Daneben stehen Reiten und Lanzengang, Ringen und Leibesertüchtigung sowie Geschichte auf dem Lehrplan.
Das fortgeschrittene Alter der Knappen geht meist mit einer größeren Selbständigkeit einher, so daß der Ritter guten Gewissens seinem Knappen häufig kleiner Aufgaben aufbürden kann, um den Stand der Ausbildung in der Praxis zu prüfen. Diese "Questen" reichen vom Überbringen einer Nachricht, dem Vortrag einer Heldensaga bei Tisch bis hin zum Erlegen eines Ebers.
Dem Knappen ist es, sobald der Ritter dies verantworten kann, gestattet ein Schwert oder gar den Bidenhänder im Kampfe zu führen. Häufig wird die Übergabe des Schwertes an den Knappen mit einem Fest als Meilenstein und Aufnahme in den Stand gebührend gefeiert.
In Fragen der Rüstung seines Schutzbefohlenem sind dem Ritter ebenfalls keine Grenzen gesetzt. Hier hat sich das frühe Tragen schwerer Plattenteile und die daraus resultierende Gewöhnung durchaus bewährt.



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